Den Cherokee-Indianern, den Ureinwohnern Georgias, wurde das Bündnis mit den Europäern zum Verhängnis. Sie wurden unterdrückt und vertrieben bis sie selbst zu Unterdrückern wurden.
Wenn wir an Georgia denken fällt uns Coca-Cola oder Martin Luther King ein, aber wie ist es mit den Ureinwohnern Georgias, den Cherokee? Die Cherokee sind nach den Navajos der zweitgrößte Indianerstamm der USA. Als die Europäer nach Amerika siedelten fanden sie in Georgia einen hoch entwickelten Indianerstamm.
Die Cherokee zählten zu den „Fünf Zivilisierten Nationen“. Sie hatten zu der Zeit ihrer Besiedlung bereits ein eigenes Alphabet, ein Staatssystem und Schulen.
Brasstown Bald: Cherokee am höchsten Punkt Georgias
Der Brasstown Bald ist mit 1458 Metern die höchste Erhebung Georgias. In seiner Umgebung lebten die Cherokee als zivilisierter Stamm. Das Regierungssystem war demokratisch und bestand aus zwei Abgeordnetenkammern und einem Gerichtshof. Unter den Abgeordneten gab es zu dieser Zeit bereits Frauen.
Cherokee und ihr Bündnis mit den Briten
Als Anfang des 18.Jahrhunderts die ersten Briten den Bundesstaat besiedelten, gaben sie ihm, zu Ehren des britischen Königs Georg II., den Namen Georgia. Auch die Indianer besuchten den britischen König und standen in regem Austausch.
So kam es dazu, dass sie einen Handels- und Beistandsvertrag unterzeichneten. Dieser wurde ihnen zum Verhängnis.
Cherokee auf dem Weg der Tränen
Im Unabhängigkeitskrieg kämpften die Cherokee auf der Seite der Briten gegen die amerikanischen Siedler. Sie unterlagen ihnen und Georgia wurde von den amerikanischen Siedlern eingenommen. Die Leidtragenden waren die Cherokee.
Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben und mussten den „Weg der Tränen“ nach Oklahoma beschreiten, auf dem über 4000 Indianer ums Leben kamen. Oklahoma ist einer der Bundesstaaten mit dem höchsten indianischen Bevölkerungsanteil.
Freedmen unter den Cherokee
In den letzten Jahren kamen die Cherokee häufig in die Schlagzeilen aufgrund eines 2007 erlassenen Gesetzes. Es besagt, dass den Freedmen, den Nachkommen der ehemaligen Sklaven des Stammes, keine Stammesmitgliedschaft mehr gewährt wird. Die dunkelhäutigen Freedmen sprechen von Unterdrückten, die jetzt selbst unterdrücken.
Die schwarzen Sklaven kamen mit den Cherokee nach Oklahoma. Nach der Freilassung aller Sklaven 1866 erhielten sie die Stammesmitgliedschaft und es kam zu gemischtrassigen Kindern.

Hallo
Anne hier, ich möchte dieses Bild gern für einen Flyer evt auch plakat verwenden und möchte gern wissen bei wem die Rechte für dieses Foto liegen.
mit freundlichem Gruß
Anne-Katrin Heyn