16. Jan

Manchester Orchestra: Wie aus Vorstadtfrust Musik wurde

In den Randbezirken von Atlanta aufgewachsen, fand der Gitarrist und Songwriter Andy Hull in der Musik einen Weg, seiner Frustration über das eingeengte Leben in der Vorstadt Luft zu machen und gründete 2005 schließlich die Band Manchester Orchestra.

Der junge Andy Hull fühlte sich seit jeher ausgeschlossen und anders. Sein Frust über den Trott der Vorstadt und besonders über die über-christliche Schule, die er besuchte, wuchs zunehmend, sodass er sich mehr und mehr zurückzog und sich voll und ganz auf seine Leidenschaft, die Musik, konzentrierte. In dieser erkannte er das Mittel, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und seinem eingeengten Dasein zu entfliehen. 2004 entstand die erste LP, aufgenommen im heimischen Kinderzimmer, bevor 2005 mit vier weiteren Bandkollegen schließlich das Line-up von Manchester Orchestra komplettiert wurde. Inzwischen ist die Band beim Independent Label Favorite Gentlemen Recordings unter Vertrag, hat 3 Alben veröffentlicht und tourt erfolgreich durch die ganze Welt.

Manchester Orchestra – Jenseits vom Mainstream

Die Indie-Rockband Manchester Orchestra aus Atlanta, Gerorgia besteht neben dem Sänger und Songschreiber Andy Hull aus dem Gitarristen Robert McDowell, dem Bassisten Jonathan Corley, Schlagzeuger Jeremiah Edmond, sowie Chris Freeman am Keyboard. Der Name entstand in Anlehnung an die britische Industriestadt Manchester, dem Geburtsort bekannter Bands der Musik-Geschichte, wie The Smiths, Oasis oder Joy Division. Zwar kann Manchester Orchestra mit dem Erfolg dieser Größen nicht mithalten, doch mit ihrem Sound zwischen Emo und Rock und gelegentlichen Ausschweifen in die elektronische Klangwelt, hat sich die Band in der Indie-Szene eine Namen gemacht und kann eine durchaus beachtliche Fan-Gemeinde vorweisen.

Das aktuelle Album „Simple Math“ ließ die Musikjournaille weltweit aufhorchen und verhalf der Band zu größerer Aufmerksamkeit und Bekanntheit. Das Konzeptalbum handelt laut Andy Hull davon, wie ein 23-Jähriger alle Dinge, von Liebe bis Religion, infrage stellt. Dass der Sänger beim Schreiben und Komponieren selbst 23 Jahre alt war, ist aller Wahrscheinlichkeit nach kein Zufall und erklärt die besonders persönliche Note des Albums. Außerdem demonstriert Manchester Orchestra ausgesprochene Fan-Nähe und starte ein einzigartiges Projekt, bei dem die Fans den Refrain zu „Virgin“ zu Hause am Computer aufnehmen und hochladen können. Nach einigen Wochen wird der Song dann mit dem Fan-Chor geremixt und als kostenloser Download zur Verfügung gestellt. Eine witzige Idee, die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, um seinen Anhängern etwas zurückzugeben!

Manchester Orchestra: Wie aus Vorstadtfrust Musik wurde

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